• Ralph Larouette

ZÜRI GSCHNÄTZLETS

WAAAS??? Teures Kalbfleisch?? Mitten in der Krise? Können wir uns das erlauben mit dem vielen Elend überall um uns herum? Oder nur die in der Schweiz, mit der gesunden Bergluft und dem vielen Geld. Die essen ja immer Zürcher Geschnetzeltes, aus KalbsFILET(!!!). Und wenn man nach Malle fliegt und links sitzt kann man Schweizer Bergsteiger auf dem Matterhorn beobachten, ohne Maske!!! Und wir müssen im engen Flieger sitzen und die Virus-verseuchte Luft durch das nasse Tuch ein- und, was noch schlimmer ist, ausatmen... Neid neid neid! Jetzt aber mein Tipp für uns arme Deutsche: Geschnetzeltes machen wir nicht aus dem teuren Filet sondern aus dem sogenannten "Falsches Filet", sieht ähnlich aus wie Filet, hat aber 'ne Sehne innendrin und eignet sich nicht zum Kurzbraten, kostet weniger als die Hälfte, es muss allerdings langsam geschmort werden. Also warum nicht? Ich habe das Stück auf ein Brett gelegt und in kleine Streifen geschnitten. Die habe ich dann scharf angebraten, mit Grauburgunder Weißwein abgelöscht, Portwein dazu und ein Schuss RinQuinQuin, und damit habe ich es langsam und genüsslich durchgeschmort - über 90 Minuten lang! Und siehe da, es ward weich und richtig lecker. Ich habe dann noch Pilze gebraten, selbst gesammelte Steinis, Champignons und etwas Speck, eine Zwiebel und Knoblauch. Das gab ich dann mit ein paar Kürbiswürfeln aus dem Ofen zu dem Fleisch, ein Kännchen Sahne dazu und ich vermengte dies alles liebevoll. Ach so, die Gewürze und Kräuter: Frischer Thymian, natürlich etwas von den provencalischen, Salz und Pfeffer. Und wenn gerade niemand zuguckt: Ein bisschen guter Kalbsfond von "Chef". Dann kam diese große Pfanne nochmal in den heißen Ofen, zum Durchbacken weil dann schmeckt' noch besser.

Zur Reihenfolge: Als Erstes gab es den Löwenzahn-Bettsaichersalat mit Rote-Bete-Apfel-Chutney in altem Balsamico aus dem Consorzio in Spilamberto bei Modena, als Nachtisch ein schlichtes (aber Oho!) Apfelkompott, was wirklich nach Äpfeln schmeckte, weil Fallobst! Denn was von selbst vom Baum fällt ist wirklich reif.


Und bitte keinem Schweizer sagen, was ich mit dem Zuri Gschnätzlets gemacht habe... die kennen da keinen Spaß...

Satt!!!

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