• Ralph Larouette

PILZE PILZE PILZE PILZE...

Dreimal habe ich meine alten Adidas Sneakers angezogen, bin rausgefahren und habe sie gesucht und kaum welche gefunden, diese eigenartigen Wesen, weder Pflanze noch Tier. Wahrscheinlich verstehen wir Menschen sie deswegen nicht.

Aber am Samstag, da zog ich die "Maine Hunting Shoes" von L.L. Bean an, aus Freeport in Maine hatte ich sie mal mitgebracht, (bin mächtig stolz drauf, wie man merkt) und mit diesen Schuhen wurde ich ernst genommen im tiefen Forst! Die Pilze versteckten sich nicht mehr vor mir, nein, sie begrüßten mich freudig und ließen sich richtig gerne fangen.

Wir waren also am Sonnabend "in den Pilzen", und das war wortwörtlich auch so der Fall, Pilze wohin man schaute. Und wohin wir uns bückten. Unsere armen Rücken! Es dauerte keine zwei Stunden und wir hatten so viele dass uns Angst und Bange wurde bei dem Gedanken, dass die alle auch noch geputzt werden wollten. Trotzdem geht man weiter, tief gebückt, die Nase dicht überm Moos, eben auf der Pilz Fährte. In einiger Entfernung gab es eine Treibjagd, ab und zu unterbrach ein Schuss von denen die herrliche Stille im Walde. Aber sie haben alle daneben geschossen, wie ich später von einem der Jäger hörte. Eigentlich schade, denn ich mag Wildbret so gerne. Den Rest des Tages verbrachten wir mit "Pilzeputzen", abends machte ich ne Dose Erbsensuppe auf, tat noch ordentlich Speck und Knoblauch rein und frisches Liebstöckel. Am Sonntag vertrieb ich mir die Zeit damit, die Pilze in Scheiben zu schneiden und nach und nach in heißer Butter anzubraten, zu verpacken und in den Froster zu legen. Für die kommenden schlechten Zeiten...

Das kurze Anbraten ersetzt das Blanchieren vor dem Einfrieren und macht die Pilze haltbarer.

Mehr von den Pilzen gibt es demnächst.

Ich geh noch mal raus in dieser Woche - wenn wer mit will - bitte melden.





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