• Ralph Larouette

ICH KOCH JA SCHON !

Aktualisiert: 26. Okt. 2020

Ich bin dabei, meine Beiträge zu einem Buch zusammenzufassen, um sie als Word-Dateien verwendbar zu machen. Fleißarbeit! Uff! Jetzt koche ich aber wieder selbst, sonst glauben die Leut' ich hätte Covidwasweißichwieviel, weil, und das merke ich jetzt an mir selbst, man dem Menschen ansieht, wenn er nix Anständiges zum Abendessen kriegt. Merkt Euch das!!! Abendessen, nicht Abendbrot. Vorgestern habe ich: Pilze gesucht und, jawoll, gefunden. Und aufgegessen, gebraten, dann Sahne dazu, ein bisschen köcheln lassen in der großen Pfanne. Diese Pilzsauce kam dann auf badische Eiernudeln aus dem Schwarzwald, nix italiännisch Pasta, deutsche Eiernudel muss es sein zum deutschen Waldpilz... ich meine das nicht politisch. (Man muss ja heute dermaßen aufpassen!). Nach der Pilzjagd fahre ich immer gerne in Gallin vorbei: Kleine Schweineschnitzel vom Biohof, mit Löwensenf bestrichen und in Semmelbrösel gewendet und dann in Butter gebraten, das war was! Scaloppina Milanese heißt das in Italien - so, jetzt hab' ich das oben wieder gutgemacht, gell. (Psst: Aber selbst dazu schmeckt mir die badische Eiernudel besser.) Bei mir gab's eine Salzkartoffel dazu, Sorte "Finka", aus der Heide, der Lüneburger. Und Kopfsalat, Sorte "Butterkopf". Und außerdem hatten die in Gallin noch ein paar Stücke von der Ochsenbrust da liegen - kleine Stücke, also vom Angus Rind. Diese Herden stehen dort immer auf den riesigen grünen Weiden im Tal des Flüsschen Boize (Meck Pom). Malerisch. Appetit anregend. Und so sieht auch deren Fleisch aus, wir haben es deswegen fotografiert. Trotz der Gefahr des Mitleids "die armen armen Tierlein", diese Tiere haben nichts von der Schlachtung mitbekommen, das geschieht dort in Gallin nämlich direkt auf dem Hof, in vertrauter Umgebung.

Für das Fleisch wusch ich das Suppengemüse (mit viel Petersilienwurzeln, Knoblauch und Zwiebeln), schnitt es in kleine Stücke und machte daraus meinen Gemüsefond (einfach durch ein Sieb abgießen). Das Fleisch habe ich mit Küchengarn gebunden und rundum in einem Topf angebraten. Ich goss dann meinen Gemüsefond dazu und ließ das dann 2 Stunden ganz leicht köcheln. Jetzt viertelte ich den Wirsing und blanchierte die Blätter ganz kurz (2 Minuten in kochendem Wasser). Heraus damit, abdampfen lassen. Ein Becher saure Sahne in den Topf, salzen und pfeffern, die Kohlblätter dazu und kurz garen bis sie weich geworden sind. Immer mal wieder umrühren. Fertig. Ich habe die zweite große Pellkartoffel von gestern Abend geschält und in den Topf zum Fleisch gelegt, ganz kurz. Das alles ist nun ein köstliches Abendessen, nicht nur ein Abendbrot, obwohl ich dieses Wort sehr liebe.

Wir fangen jetzt an. Einen schönen Abend wünsch' ich Euch!









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