• Ralph Larouette

1-Topf

Aktualisiert: 9. Juli

Ein Topf zum Kochen, ein Teller zum Essen, ein Messer, eine Gabel. Das reicht! Der gute Eintopf ist ja auf dem Lande besonders beliebt... weil so praktisch, denn man muss ja noch in den Stall oder aufs Feld. Wir lieben ihn allerdings weil so lecker! Und das gilt für alle Eintöpfe, wenn sie richtig gemacht sind: Die einzelnen Zutaten müssen harmonieren, sich geschmacklich ergänzen! Also kein Streit im Topf zwischen Zwiebel und Hirsch... das war so eine Küchenweisheit meiner Großmutter Emilie aus dem Elsaß-Lothringischem, denn: Wildbret nie mit Zwiebeln, meinte sie. Ich koche mein Wildbret dagegen immer mit Zwiebeln! Pardon grand mère Emilie!

Und nun zu einem der besten Eintöpfe der Welt: Ratatouille nicoise! Es ist ja noch Sommer, und was man alles dazu braucht, wächst jetzt alles auch hier:

Zwiebeln, Paprikaschoten, Tomaten, Zucchini, Auberginen, Knoblauch, Rosmarin, Thymian, kurz alles was wie Sommer schmeckt. Das muss natürlich alles geputzt, gepult und zurechtgeschnitten werden. Also die Zwiebeln in grobe Stücke, ebenso die Paprikaschoten. Die Fleischtomaten werden geschält (vorher mit kochendem Wasser übergießen), entkernt und auch in große Stücke geschnitten. Das gleiche widerfährt den Zucchini und den Auberginen. Für's Ratatouille möglichst kleine Früchte verwenden. Die französische Hausfrau nimmt auch noch Kartöffelchen für's Ratatouille. Ich auch, und außerdem noch weiße Bohnenkerne. Das ist dann meine italienisierte Version. Jetzt habe wir alles in große Stücke geschnitten, wir fangen also an: Ein bisschen Olivenöl in einen Topf, die Zwiebelwürfel und den gehackten Knoblauch dazu und vorsichtig schmurgeln lassen bis alles ein wenig Farbe angenommen hat und zergangen, also ganz weich gedünstet ist. Das geht am besten auf kleiner Flamme mit 'nem Deckel auf'm Topf. Und die Zwiebeln vorher salzen und eine Prise Zucker drüber. Wenn soweit, das Gemüse dazu und laaangsam weiterschmurgeln lassen. Meine Damen und Herren, bitte beachten Sie: Im Ratatouille nicoise sollte das Gemüse auf keinen Fall al dente sein, das wäre dann nämlich die hannoversche Art oder so. Nein, die verschiedenen Gemüse sollen langsam verkochen, so dass wir ein leicht sämiges Ragoût bekommen mit dem vollen, kräftigen, mediterranen Gemüsegeschmack. Hier mein persönliches Geheimnis: Ich gebe noch Hühnchen dazu, Brust oder Keulen, und wenn's geht, röste ich die vorher kurz auf Holzkohle. Das macht das Ratatouille zu einem Erlebnis!

Ratatatatouille!!

Und: mit gekühltem occitanischem Rotwein genießen! (Mit was?? Bitte googeln...)






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